Höhere Fachprüfung für Pensionsversicherungsexpertinnen und Pensionsversicherungsexperten

Information für Interessierte und Absolventen der Vorprüfungen A & B sowie Repetentinnen und Repetenten der Hauptprüfung nach dem Prüfungsreglement vom 23. Januar 2001.

Die Prüfungskommission PVE hat auf Wunsch des SBFI eine Revision des Prüfungsreglements vom 23. Januar 2001 vorgenommen. Dazu wurde von der Schweizerischen Aktuarvereinigung (bisheriger Träger der Höheren Fachprüfung) mit der Schweizerischen Kammer der Pensionskassen-Experten ein Verein als neue Trägerschaft gegründet.

Gemäss den Auflagen des SBFI wurden ein Qualifikationsprofil und die entsprechenden Handlungskompetenzen an zukünftige Expertinnen und Experten erarbeitet. Zudem wird eine vertiefte Ausbildung zum Experten für berufliche Vorsorge angeboten. Daher wird neu ein Modularer Ansatz mit einer Abschlussprüfung angeboten.


Neu wird der Titel der Experten lauten:

Expertin/Experte für berufliche Vorsorge mit eidgenössischem Diplom (EBV)

Die bisherigen Diplome und Titel ändern nicht.

Das neue Prüfungsreglement ist noch in Bearbeitung und auch die Genehmigung durch das SBFI steht noch aus.

Wichtigste geplante Änderungen per 01.01.2019
Neu werden 8 Module mit je einer Prüfung zu absolvieren sein, um an die Abschlussprüfung zugelassen zu werden.
Die Abschlussprüfung besteht aus einer Diplomarbeit mit Kolloquium sowie der Bearbeitung einer Fallstudie.

Geplante Übergangsregelungen
Die Vorbereitungskurse für die Hauptprüfung sowie die Hauptprüfung werden 2019 und 2020 gemäss dem Prüfungsreglement vom 23. Januar 2001 durchgeführt.
Repetenten der Hauptprüfung haben die Gelegenheit, bis zum 31. Dezember 2020 die Hauptprüfung nach dem Prüfungsreglement vom 23. Januar 2001 zu wiederholen. Danach gilt die Abschlussprüfung gemäss neuer Prüfungsordnung.

Kandidaten, die nach 2015 die Vorprüfungen A und B erfolgreich absolviert haben und die Vorprüfungen nicht älter als 6 Jahre sind, werden ab 2019 die Abschlussprüfung nach der neuen Prüfungsordnung antreten können. Wurde nach 2015 nur eine Vorprüfung erfolgreich absolviert, können auf Antrag hin, eine oder mehrere Modulprüfungen erlassen werden.

Die Informationen zur neuen Prüfungsordnung, Kontakt, Formulare, Termine und Anmeldungen finden sie auf der neuen Website: expertebv.ch

Nachfolgend die Auswirkungen im Einzelfall:

Ausgangslage am 01.01.2019 Folge
Keine bestandene Vorprüfung Es gilt das neue Reglement ohne Einschränkungen (keine Anrechnung von nichtbestandenen Vorprüfungen etc.).
Eine vor 01.01.2015 bestandene Vorprüfung (A oder B) Es gilt das neue Reglement ohne Einschränkungen (keine Anrechnung von bestandenen und nichtbestandenen Vorprüfungen und kein Erlass von Modulprüfungen etc.).
Eine nach 01.01.2015 bestandene Vorprüfung (A oder B) Es besteht ein Antragsrecht auf Erlass einer oder mehrere Modulprüfungen gemäss Bestimmungen der Modulprüfung.
Beide vor 01.01.2015 bestandene Vorprüfungen (A und B) Es gilt das neue Reglement ohne Einschränkungen (keine Anrechnung von bestandenen und nichtbestandenen Vorprüfungen und kein Erlass von Modulprüfungen etc.)
Eine vor und eine nach 01.01.2015 bestandene Vorprüfung (A oder B) Es besteht ein Antragsrecht auf Erlass einer oder mehrere Modulprüfungen gemäss Bestimmungen der Modulprüfung für die nach 01.01.2015 bestandene Vorprüfung.
Beide nach 01.01.2015 bestandene Vorprüfungen (A und B) bis 31.12.2020
  • Vorbereitungskurse für die Hauptprüfung werden 2019 und 2020 gemäss dem Reglement 2001 werden angeboten.
  • Hauptprüfung 2019 und 2020 wird gemäss dem Reglement 2001 durchgeführt.
Nichtbestandene Hauptprüfung (Repetenten)
  • Letztmalige Wiederholung der Hauptprüfung bis zum 31. Dezember 2021 nach dem Prüfungsreglement 2001, wobei keine Wartefristen zwischen 2. und 3. Versuch der Hauptprüfung bestehen.
  • Ab dem 01.01.2022 gilt das neue Reglement ohne Einschränkungen, jedoch allenfalls Antragsrecht auf Erlass von Modulprüfungen nach dem neuen Reglement.